Nache Brücke is vorm Schloß

20160611-_IMG4556Ich war ja schon lang nich mehr auf Tour. Und schon gar nich innen Museum.

Warum? Ganz einfach. Irgendwie gabet immer wieder ermüdende Diskussionen und pauschal ausgesprochene Verbote wenn ich ‘n paar Bilderkes machen wollte.

“Was? Die Bilder sollen in einem Blog erscheinen?”, “DAS soll Marketing sein?” “Wieso kostet das nichts?” oder “Das Museum soll das auch noch freigeben? Da haben wir dann ja Arbeit mit.” So oder ähnlich.
Der Kölner würde sagen: “Könne mer nit, wolle mer nit.”

ABER DA GIBBET SCHON EIN PAAR AUSNAHMEN.

Museen, die doch in echt Twitter, Facebook, Instagram und lauter so’n holzloses Teufelszeug nutzen um auf sich aufmerksam zu machen. Dat kannse dann zwar nur auf so ‘nem Wischtelefon sehen, aber immerhin. Wobei. Son Ding hat fast jeder inne Tasche. Da wärsse also ganz schön blöd, wennze dat nich machs.

Eins von diese Museen die dat machen, iss in Opa Hausens Heimatstadt. Die LUDWIGGALERIE im Schloß Oberhausen.  Wie, kennse nich? Lernse schon kennen. Klick ma auf die Links. Dann kennse die gleich auch.

Die machen ziemlich wat mit diesem neumodischen Kram. Auch wennse dat mitte Groß- und Kleinschreibung nich so hinkriegen. Aber gut. Tastaturen sind teuer, kriechse nicht so schnell. Genau wie WLAN. Dat is noch teurer. Sacht die Stadt Oberhausen. Hömma. Da könnt ich ja glatt Locken kriegen, wenn ich sowat hör. Zum Twittern musse raus gehen. Dat is wie wennse als Dezernent dauernd zum Knicken, Lochen und Heften innen Keller oder anne Bude muss.

20160611-_IMG4549Aber egal, wir sind ja nich zum Ausruhen hier…
Bloggertag im Schloß Oberhausen.

Dat is ein schickes altes Schloß. Direkt am Kanal. Rhein-Herne. Kennse. Nein. Nich, dat wat immer anne Autobahn so stinkt. Dat is daneben und heißt Emscher.  Stücksken weiter. Hat sogar ne eigene Autbahnausfahrt. Also fast. Und Parkplätze. Und ne Brücke. Ne schöne Brücke. Ganz bunt und gar nicht so elend lang geradeaus.

Aber dat is auch ersma egal. Ich will ja wat von dem Bloggertreff erzählen.

Die Idee dahinter: Man lade sich Leute ein, die alle wat mit dem Thema vonne Ausstellung zu tun haben.

20160611-_IMG4562Momentan hängen da ne Menge Bilder von Regina Relang. 1906 geboren. Und die hat ab dem Krieg Modefotos gemacht. Wat lag also näher als sich bloggende Fotografen und Leute mit Modeblogs einzuladen. Und Leute aus den 50er und 60ern. Gut, nich die Originale, sondern nachgemachte.

Dazu hat die Sarah dann noch die Linda in wat Blauet mit Bambi gesteckt und schon war die Truppe komplett.

Wobei. Einen hab ich vergessen. Den von da oben. Also ne. eigentlich von da unten. Opa Hausen.

20160611-_IMG4578Son sprechendet Speckbrikett direkt aussen Pütt. Helm und Lampe noch auffe Rübe, obwohl er schon lange in Rente is. Glücklicherweise. Wennse den noch anne Sprengschnur lassen würdes, dann wär aber ganz fix Schicht im Schacht. Kannse glauben. Der musste schon ganz dicht ran an die Bilderkes.

 

Aber ich schweife ab. Ihr kennt das. Tut mir auch immer noch leid.
Ich wollt ja noch wat zu der Ausstellung “Inszenierte Eleganz” schreiben.

Fazit ma direkt am Anfang. Töfte. Kann man sich gut angucken. Nimm Zeit mit und guck in Ruhe.

Fängste unten an mit den ersten Bildern von Regina Relang. Die sind so aus den 30er Jahren. Könnten auch von Dir und mir sein. Reportagefotos von Reisen, mit den Mitteln der Zeit angefertigt. Wenig Inszenierung. So wenig, dass man sich zuerst fragt wieso die Ausstellung so heißt. Aber wenn man sich die Fotos in Ruhe betrachtet, sieht man schon was sich später deutlich ausprägt. Mode, oder besser: ungewöhnliche Kleidung im Fokus. Zuerst in alltäglichen Szenen, später dann immer mehr unauffällig inszeniert.

Spannend zu sehen wie sich dat immer weiter ausprägt. Die Mode bleibt zentrales Thema, aber der Hintergrund verändert sich. Eigentlich will ich da auch nicht zuviel drüber erzählen. Geht doch einfach ma selbst auf Entdeckungsreise.

20160611-_IMG4584Aber passt im Dachgeschoß gut auf. Am Ende wusste ich warum man von Altersweisheit spricht.

Hab mich nämlich die ganze Zeit gefragt warum der senile Grubenprinz den Helm nicht abgesetzt hat. Ich komm so umme Ecke, da waret mir klar. Der olle Sack ist pfiffiger als gedacht. Und ne Lache hat der… Wie auf Sohle 7. Fett und dreckig…

Aber ich will ma nich so sein. Bissken Futter geb ich euch noch. Paar Bilderkes fürzum Kucken.

Ich bin ma eben ‘nen Helm kaufen. Für den nächsten Bloggertag inner LUDWIGGALERIE.

P.S. Bevor dat Sarah oder dem Linda sich erschrecken: Ich konnte der Ecke durch geschicktes Wegducken ausweichen. Nä, gelogen. Ich pass da so durch…

P.P.S. Hat Spaß gemacht. Ich komm bestimmt wieder vorbei.
Und nicht nur fürzum Twittern ohne Netz. Einfach ma kucken.

Mit dabei waren:

Opa Hausen

Danni Berns und Miss Twinkle in Personalunion

Andy Berns

Mrs. Retromuffin (Jen Liebig)

Regina Ingenfeld

Ebru Sen

Rebecca Dunker

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