Ab durch die Mitte

Eine kleine Fototour mit der @ruhrbahn unter den Hashtags #iwruhrbahn #kulturlinie107 und #naturlinie105

Am 22.9.2019 bat die Ruhrbahn wieder Blogger und Social Media affine Menschen zu einem #Instawalk durch Essen ein.

Kernthema des Walks ist dieses Mal die „Naturlinie 105“.
Was das ist? Im Grunde erst einmal eine Straßenbahnlinie. Aber eine von zwei ganz besonderen Linien in Essen. Die Linie 105 verbindet nämlich in Ost-/ West-Richtung einige sehr interessante Orte an denen der Bezug zwischen Stadt und Natur sehr augenfällig wird. Essen besteht aus vielen kleinen Tälern und Landschaftseinschnitten, die im Verlauf der Linie 105 gekreuzt werden.

(An dieser Stelle sei angemerkt, dass die Linie 107 als „Kulturlinie 107“ von Nord nach Süd durch Essen führt und einige Kernpunkte der Kultur miteinander verbindet.)

Treffpunkt war der Weberplatz, den man normalerweise so gar nicht richtig wahrnimmt. Er liegt komplett zentral, direkt am Fuß der Kreuzeskirche.

Aber selbst ich, der da schon öfter fotografieren war und fast jeden Tag zweimal direkt daneben mit dem Fahrrad abbiegt, habe diesen Platz nie so wirklich wahrgenommen.

Umrandet von historischen Gebäuden ist es wirklich ein Platz der Ruhe mitten in der Stadt.

Mit von der Partie waren von Seiten der Ruhrbahn Tim Krischak, Andrea Molzahn und Klaus Falke.

Damit ist neben einem Teil des Social Media Teams mit Klaus auch der Vater der Idee der beiden Linien mit dabei. Zusammen mit der Kollegin Gabi Renz hat er die Routen und vor allem die Ankerpunkte der Linien entwickelt.

Leider waren nicht so viele Instwalker dabei, vermutlich da am Vorwochenende schon ein großer Walk in Mülheim stattgefunden. Aber so eine kleine Gruppe hat den Vorteil, dass wir ohne Probleme auch in den Locations nicht für Aufsehen und Unruhe gesorgt haben. Ich persönlich hätte es unangemessen gefunden, im Münster oder der alten Synagoge mit einer großen Gruppe einzufallen.

Vom Weberplatz aus geht es erst einmal zu Fuß durch die Stadt in Richtung des ersten Allbau-Hauses am Viehofer Platz. Hier sind noch altes Kopfsteinpflaster und alte Schienen in einer Einfahrt zu entdecken, die noch den ursprünglichen Weg zum Viehofer Platz gebildet haben. Wirklich spannend wieviel klassische Architektur in Essen so herumsteht.

Danach dann ab in den Tunnel und in die alte Synagoge und den Dom, Abstecher zum Aalto Theater und damit auch in den ersten Grünzug, den Stadtgarten. Irgendwie habe ich spontan beschlossen, dass die nächste 2-Stunden Tour wohl mal durch Essen geht. Es gibt wirklich viele und abwechselnde Perspektiven zu sehen.

Und was noch mehr fasziniert, ist die Nähe von belebten Stadtstraßen zu Grünzügen. Kaum drei Haltestellen mit der 105 raus aus der Innenstadt, stehen wir im Grünen. Es ist wirklich kaum zu glauben. Das gleiche Bild findet sich im Westen der Linie. Hier liegt die Linie direkt neben derm Schloßpark in Borbeck und dem Hexbachtal im weitern Verlauf. Das Ganze endet dann im Grünen an der Endhaltestelle Unterstraße. Von hier aus geht es zum Mühlbach oder rüber zum Gehölzgarten Ripshorst.

Also zum Abschluss noch eine kleine Runde durch das Grüne mit den Gelben…

Und falls jemand die Linien einmal selbst „erfahren“ möchte: Einfach mal machen. Ab zur nächsten Haltestelle, Ticket buchen und losfahren. Welches Ticket? Es gibt leider kein Extraticket für die Touren, also bietet sich ein Tagesticket an. Hiermit kann man jederzeit die Fahrt unterbrechen und sich die Themenpunkte ansehen.
Apropos Themenpunkte… Wo ihr aussteigen müsst, seht ihr an den Haltestellenschildern. Die entsprechenden Haltestellen sind mit einem kleinen Zusatzschild markiert.

War toll mit euch und hat mir echt Spaß gemacht. Ich bin nächstes Mal bestimmt wieder dabei.